Inhalative Sedierung

Ist Sedierung eigentlich gleich Narkose?


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Prof. Dr. med. Jörg Rathgeber

Jörg Rathgeber

Prof. Dr. med., Hamburg

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Ist Sedierung eigentlich
das gleiche wie Narkose?

Vom Prinzip ja. Dabei ist die Narkose nichts Anderes als eine tiefe Sedierung, bei der der Patient nicht mehr erweckbar ist. Das heißt, die Übergänge zwischen Sedierung und Narkose sind fließend. Abhängig von der Dosis der verabreichten Substanzen kann die Sedierung - gewollt oder ungewollt - in eine Narkose übergehen. Die Tiefe der Sedierung wird zum Beispiel mit Hilfe von validierten Scores, z.B. dem RASS-Score (Richmond Agitation Sedation Scale) erfasst.

Der Begriff Narkose wird auch als Synonym für die Allgemeinanästhesie verwendet, während man in der Intensivmedizin einen vergleichbaren Bewusstseinszustand als tiefe Sedierung bezeichnen wu?rde. Den oft in den Medien hierfür genutzten Begriff "Künstliches Koma" sollte man dagegen vermeiden, da er nicht korrekt ist: das "Koma" bezeichnet primär einen ungeregelten Bewusstseinsverlust, z.B. durch eine Verletzung des Zentralnervensystems oder eine Vergiftung mit Schlafmitteln.

Die Sedierung wird kann durch die parenterale Gabe von Sedativa (Schlafmitteln) oder durch inhalative Verabreichung von Narkosegas – volatilen Anästhetika - erzeugt werden, ggf. in Kombination mit Analgetika (Schmerzmitteln).


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Was ist das ideale volatile Anästhetikum?

Grundsätzlich sind sowohl Isofluran als auch Sevofluran und Desfluran zur Sedierung in der Intensivmedizin geeignet.

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Ist Sedierung eigentlich gleich Narkose?

Vom Prinzip ja. Dabei ist die Narkose nichts Anderes als eine tiefe Sedierung, bei der der Patient nicht mehr erweckbar ist. Das heißt, die Übergänge zwischen Sedierung und Narkose sind fließend…

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Kontraindikationen?

Die maligne Hyperthermie (MH) ist eine sehr seltene, lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung, die in der…

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Ist die Sedierung mit VA ein neues Verfahren?

Trotz aller Vorzüge werden volatile Anästhetika derzeit in der klinischen Routine auf der Intensivstation nur selten eingesetzt. Gründe hierfür liegen in der technisch schwierigen Applikation und Elimination von Narkosegasen…

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Aus dem Inhalt


Vorteile im Überblick

Volatile Anästhetika besitzen extrem kurze kontextsensitive Halbwertszeiten.

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Das MIRUS-System

Durch die Umwandlung des flüssigen Anästhetikums in die Gasphase im Hochdruckverdampfer können auch Gase, deren Siedepunkt im Bereich der Raumlufttemperatur liegt - wie Desfluran - mit höchster Genauigkeit appliziert werden.

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Schnellere Aufwachzeiten

Denn volatile Anästhetika verfügen im Vergleich zu den bekannten intravenösen Sedativa über eine extrem kurze kontext-sensitive Halbwertszeit…

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Was ist das ideale volatile Anästhetikum?

Grundsätzlich sind sowohl Isofluran als auch Sevofluran und Desfluran zur Sedierung in der Intensivmedizin geeignet.

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Technische Voraussetzungen…

Derzeit werden auf dem Markt zwei unterschiedliche Systeme zur Applikation von volatilen Anästhetika zur Sedierung von beatmeten intensivmedizinischen Patienten angeboten

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Bronchodilatation

Schon seit Jahrzehnten ist der bronchodilatatorische Effekt von volatilen Anästhetika bekannt und wird zur Therapie von therapierefraktären Zuständen von Asthma bronchiale und Status asthmaticus genutzt…

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Wie kann die Sedierungstiefe objektiviert werden?

Die regelmäßige Beurteilung des angestrebten Sedierungsgrades erleichtert die Dosierung von Sedativa, wobei die Sedierungstiefe primär von der Erkrankung des Patienten und seinem aktuellen Zustand sowie den notwendigen diagnostischen und …

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Klinische Praxis der Analgosedierung

In Deutschland erfolgt die Sedierung von Intensivpatienten heutzutage mehrheitlich durch intravenös applizierbare Substanzen. Weit verbreitet ist die Verwendung von Propofol zur Sedierung, oftmals auch in Kombination mit einem Opioid wie z.B. …

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