Inhalative Sedierung

Was sind die Vorteile?


Vorteile der Inhalativen Sedierung

 
Prof. Dr. med. Jörg Rathgeber

Jörg Rathgeber

Prof. Dr. med., Hamburg

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Volatile Anästhetika
– die bessere Alternative ?

Volatile Anästhetika besitzen extrem kurze kontextsensitive Halbwertszeiten.

Der Vorteil der inhalativen Sedierung wird in

  • der ausgezeichneten Steuerbarkeit,
  • fehlender Toleranzentwicklung,
  • geringer Nebenwirkungsrate,
  • der rasch ablaufenden Weaning-Phase und
  • dem Ausbleiben von Durchgangssyndromen

gesehen.

Klinisch relevante Veränderungen hämodynamischer Parameter, renaler oder hepatischer Funktionstests konnten bislang weder bei länger dauernder Sedierung mit Isofluran noch Sevofluran beobachtet werden.

Überdosierungen, die zu einer Verlängerung der Beatmungsdauer und damit zu einer Zunahme von beatmungsassoziierten Komplikationen führen, werden durch den Einsatz von volatilen Anästhetika effektiv und sicher vermieden.

Die Unterbrechung der Sedierung bis zum Auftreten von Wachreaktionen ist jederzeit möglich, z.B. zur

  • Beurteilung vitaler Funktionen
  • Beurteilung der Bewusstseinslage
  • Beurteilung der motorischen Reaktionen
  • Beurteilung des Reflexstatus

Ebenso ist die Durchführung von Spontanatmungsversuchen zur Ermittlung der ventilatorischen Eigenkapazität des Patienten schon wenige Minuten nach Unterbrechung der Narkosegaszufuhr möglich. In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass hierdurch die Weaning-Dauer und damit der Zeitpunkt der Extubation signifikant verkürzt werden kann.

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Schnellere Aufwachzeiten

Aus dem Inhalt


Wandel der Konzepte zur Analgesie und Sedierung

Wurde noch in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die tiefe Sedierung bei beatmeten Patienten bevorzugt, ermöglichen heute neue Therapieverfahren, Beatmungsgeräte und Medikamente die schnelle und kurzzeitige Angleichung der Sedierungs…

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Was ist das ideale volatile Anästhetikum?

Grundsätzlich sind sowohl Isofluran als auch Sevofluran und Desfluran zur Sedierung in der Intensivmedizin geeignet.

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Heutige Sedierungsregimes

Trotz der allgemein akzeptierten Notwendigkeit einer adäquaten Analgosedierung besteht derzeit weder bei den Intensivmedizinern noch beim Pflegepersonal ein breiter Konsens, wie und mit welchen…

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Ist Sedierung eigentlich gleich Narkose?

Vom Prinzip ja. Dabei ist die Narkose nichts Anderes als eine tiefe Sedierung, bei der der Patient nicht mehr erweckbar ist. Das heißt, die Übergänge zwischen Sedierung und Narkose sind fließend…

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Klinische Praxis der Analgosedierung

In Deutschland erfolgt die Sedierung von Intensivpatienten heutzutage mehrheitlich durch intravenös applizierbare Substanzen. Weit verbreitet ist die Verwendung von Propofol zur Sedierung, oftmals auch in Kombination mit einem Opioid wie z.B. …

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Wie kann die Sedierungstiefe objektiviert werden?

Die regelmäßige Beurteilung des angestrebten Sedierungsgrades erleichtert die Dosierung von Sedativa, wobei die Sedierungstiefe primär von der Erkrankung des Patienten und seinem aktuellen Zustand sowie den notwendigen diagnostischen und …

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Schmerz-Scores

Die objektive Erfassung von Schmerzen bei kritisch kranken und intubierten Patienten ist schwierig. Dementsprechend dürftig sind Daten aus evidenz-basierten Untersuchungen. Die folgenden Empfehlungen zur Beurteilung von Schmerzzuständen bei …

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Kontraindikationen?

Die maligne Hyperthermie (MH) ist eine sehr seltene, lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung, die in der…

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